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- Geschichte -

Am 14. März 1922 gründeten 23 Bürger der damals noch eigenständigen Gemeinde Dornholzhausen, die freiwillige Feuerwehr Dornholzhausen / Ts. Am gleichen Tag wurde der erste Dornholzhäuser Ortsbrandmeister gewählt. Die Gründungsmitglieder wählten Friedrich Susemichel. Die Gemeinde Dornholzhausen stellte den Floriansjüngern einen Löschkarren zur Verfügung, der heute im deutschen Feuerwehrmuseum in Fulda besichtigt werden kann.

Ihren ersten Großeinsatz hatte die junge Wehr 1925. In der Nacht des 9. Januars brannte es in der Deiselschen Mühle am Forellenteich. Durch den raschen Einsatz der Wehr konnte eine Ausbreitung des Brandes verhindert werden und das Hauptgebäude der Mühle, sowie das Vieh und die Einrichtung gerettet werden.

Den vielleicht spektakulärsten Einsatz hatte die Wehr im Jahre 1929. Am 3. Februar um 9:00 Uhr morgens schlug der Türmer Alarm, da sein Arbeitsplatz brannte. Im Gebälk der Waldenserkirche war ein Feuer ausgebrochen. Das Feuer konnte von der Wehr Dornholzhausen in einem mutigen Innenangriff innerhalb von einer Stunde gelöscht werden. Das Wetter war an diesem Tag ausgesprochen unfreundlich. So zeigte das Thermometer -16°C.

Im zweiten Weltkrieg lag der Einsatzschwerpunkt der Dornholzhäuser Wehr nicht im eigenen Löschbezirk, sondern in Frankfurt. Dort half die Wehr der Not leidenden Bevölkerung.

Bereits vier Tage nach dem Ende des Kriegs fand unter dem wieder gewähltem Ortsbrandmeister Friedrich Susemichel die erste Übung der Wehr nach dem Ende des 3. Reiches statt.

1957 war ein besonders Datum für die Dornholzhäuser Brandschützer. Zum ersten Mal in der Geschichte bekommt die Wehr ein Feuerwehrfahrzeug zur Verfügung gestellt. Bei dem ersten Fahrzeug handelte es sich um ein TSF von Volkswagen.

Bereits im Mai 1966 wurde für die Wehr ein LF 8/8 beschafft. Somit bekam die Wehr, 9 Jahre nach dem sie ihr erstes eigenes Fahrzeug erhalten hatte, bereits ein zweites Fahrzeug als Verstärkung.

Am ersten Februar 1967 wurde die Jugendfeuerwehr Dornholzhausen gegründet. Seit dieser Zeit ist sie für den Erhalt der Wehr von zentraler Bedeutung. Heute sind 2/3 der aktiven Mitglieder aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst übernommen worden.

In der Nacht vom 23. auf den 24. August 1971 kam es auf dem Gestüt Erlenhof zu einem folgenschweren Brand. Eine Scheune fiel in jener Nacht den Flammen zum Opfer. Die Löscharbeiten wurden durch die schlechte Löschwasserversorgung erschwert. So konnte das Feuer zunächst nicht direkt bekämpft werden, da das Wasser zum Schutz der angrenzenden Gebäude gebraucht wurde. Erst nach dem Eintreffen der Wehr Bad Homburg konnte auch das Feuer direkt bekämpft werden.

1972 wurde die Gemeinde Dornholzhausen nach Bad Homburg eingemeindet. Die Wehr trägt seit dem den Namen Freiwillige Feuerwehr Bad Homburg – Dornholzhausen. Der zu dem Zeitpunkt amtierende Ortsbrandmeister Otto Désor wurde der erste Wehrführer der Wehr.

Ebenfalls 1972 bekam die Wehr Dornholzhausen endlich ein richtiges Gerätehaus. Bis dahin hatte sie ihr Dasein knapp 50 Jahre in verschiedenen provisorischen Unterkünften gefristet. Nun konnte die Wehr endlich einen modernen Funktionsbau beziehen, der noch bis heute die Wehr beherbergt.

Am 11. Oktober 1974 brannte es erneut auf dem Gestüt Erlenhof. Diesmal stand der Hauptstall des Reiterhofes in Vollbrand. 35 wertvolle Zuchtpferde konnten gerade noch rechtzeitig aus den Flammen gerettet werden. Durch den Einsatz der benachbarten Wehren konnte ein übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäudeteile verhindert werden.

1976 gab es zwei Großbrände für die Dornholzhäuser. Zum einen brannte das Dornholzhäuser Schützenhaus bis auf die Grundmauern nieder. Der Schaden hielt sich jedoch in Grenzen, da das Gebäude zum Abbruch vorgesehen war. Die Arbeiten der Wehr konzentrierten sich daher auf den Schutz der Nachbarschaft.

Das zweite Große Feuer war der größte Waldbrand, den der Hochtaunuskreis bis dahin je erlebt hatte. Zusammen mit vielen anderen Wehren aus dem Hochtaunuskreis löschten die Dornholzhäuser den Brand oberhalb von Dillingen.

Am Ostersonntag 1980 brannte es schon wieder auf dem Gestüt Erlenhof. Diesmal stand ein Stallgebäude im Vollbrand. Beim Eintreffen der Wehr am Brandort konnte nur noch eine Stute lebend aus den Flammen gerettet werden. 25 Tiere überlebten den Brand nicht. In bitterer Kälte kämpften alle Bad Homburger Wehren gegen das Feuer. Erst nach 15 Stunden war der Einsatz unter Leitung von Wehrführer Peter Übel beendet.

Am 9. Dezember des gleichen Jahres stand die Ruine des Gotischen Hauses in Vollbrand. Das Feuer war vorsätzlich gelegt worden. Aufgrund der akuten Einsturzgefahr konnte das Feuer nur von außen gelöscht werden. Das bis auf die Grundmauern niedergebrannt Jagdschloss wurde in zwischen wieder aufgebaut und beherbergt das Stadtarchiv, sowie das Bad Homburger Hutmuseum.

Am 15. März 1981 wurde die Wehr Dornholzhausen zu einem Wohnhausbrand alarmiert. Es brannte in der Saalburgstraße das überwiegend von türkischen Mitbürgern bewohnte Haus Elim. In dem Gebäude waren beim Eintreffen der Wehr noch 35 Menschen vom Feuer eingeschlossen. Noch vor dem Eintreffen der Drehleitern der Wehren Homburg-Stadt und Gonzenheim konnten alle Bewohner über Steck- und Schiebleitern von der Wehr Dornholzhausen in Sicherheit gebracht werden. Über 90 Feuerwehrleute aus Bad Homburg und Oberursel brauchten über zwei Stunden um das Feuer zu löschen. Das Gebäude wurde durch den Brand so stark beschädigt, dass es kurze Zeit später abgerissen werden musste. Das Feuer war übrigens vorsätzlich Gelegt wurden. Es handelte sich um einen ausländerfeindlichen Anschlag!

12 Tage danach wurde das bei dem Einsatz erstmals eingesetzte TLF 16/25 offiziell der Wehr übergeben.

1984 wurde das LF 8 ersetzt. Es wurde durch ein modernes Fahrzeug gleichen Typs ersetzt. Dadurch war die Wehr wieder schlagkräftiger geworden.

Am 24. Januar 1988 brannte das Gestüt Erlenhof erneut. Auch dieses Mal stand wieder eine Stallung in Vollbrand. Trotz des Einsatzes von 4 Wehren kam für 12 Pferde jede Hilfe zu spät. Jedoch konnte eine Ausbreitung des Feuers verhindert werden.

Am 7. Mai 1993 brannte das Dach des Hochhauses am Tannenwaldweg. Bei Dacharbeiten hatten sich auf dem Dach gelagerte Isoliermaterialien entzündet. Durch die Isoliermaterialen breitete sich der Brand in sekundenschnelle auf das gesamte Dach aus. Durch den Einsatz der Bad Homburger Wehren konnte der Brand auf das Dach und die oberste Etage begrenzt werden. Nach den eigentlichen Löscharbeiten musste die gesamte Dachhaut mühsam mit Motorsägen geöffnet werden, um Glutnester aufzuspüren und zu löschen. Bei dem Einsatz entstand ein Schaden in Millionenhöhe.

1. Löschkarren der Wehr Dornholzhausen. Heute zu sehen im Deutschen Feuerwehr-museum in Fulda
Das LF8 von 1966 mit der Mannschaft von 1972
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